Indianapolis 500: Der Tag davor
- Posted by philipp on Juni 1st, 2010 filed in Amerika
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Am Samstag ging es zunächst in die “Werkstatt” unseres Rennstalls “KV-Racing”. Ich würde es eher mit einer Hightech-Fabrik vergleichen! Eine riesige klimatisierte Lagerhalle die über Stationen für alle nur erdenklichen Arbeitsschritte zum perfekten Indy500-Auto verfügt. Angefangen von den Hebebühnen für die Mechaniker zur vollautomatischen CNC-Fräse für die Aluminium-Parts, einer Klebestation für die glasfaserverstärkten Teile, einer Lackiererei, Blechbiegemaschinen und natürlich einem Großraumbüro für die Ingenieure des Teams.
Das Team hat immer vier Autos gleichzeitig in der Serie (auch wenn sich für das Indy500 nur drei qualifiziert hatten) und zudem noch mindestens zwei Autos in Reserve, falls etwas schief läuft. Uns wurde allerdings versichert, dass das meiste Equipment sich bei unserem Besuch an der Strecke befand und wir daher nur bedingt einen Eindruck über die normalen Arbeitsbedingungen bekommen konnten. Dies tat aber unserer Begeisterung wahrlich keinen Abbruch – wo sonst kann man mal so eben auf eine Karbonfrontschürze klopfen und am Lenkrad eines solchen Rennwagens herumspielen
?! Die Professionalität des ganzen Teams hat mich wirklich überrascht, ich hätte nie gedacht, dass selbst hinter einem eher kleineren Team ein solcher Aufwand steckt!
Dann ging es weiter zum Indianapolis Motor Speedway und auf dem Weg dorthin durften wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf den darauffolgenden Tag bekommen: Camper und Zelte so weit das Auge reicht, kein Stück Gras blieb unbelegt. Kein Wunder, ist das Indy 500 ja die weltweit größte Eintages-Sportveranstaltung mit ca. 400 000 Zuschauern!!
Dort angekommen haben wir uns das Museum der Strecke angesehen und sind dort auf einige echte Raritäten gestoßen, z.B. eine vollverkleidete Harley die einst den Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder hielt. Besonders cool fand ich die Sportwagen aus den Anfangszeiten des Motorsports, da konnte man noch auf jedes Ventil mit dem Finger zeigen so grobschlächtig war alles ausgeführt.





Juni 14th, 2010 at 10:39
Hallo Philipp, super Artikel über die Arbeit der Teams. Die Indy 500 sind schon wirklich ein Veranstaltung der extra Klasse. 400.000 Menschen und die meisten sind “leicht” angetrunken. Soviel wie dort an Bier konsumiert wird, ist schon wirklich erstaunlich. Die Menschen die auch zu den Indy 500 gehen bzw. waren auch ein ganz anderes Kalieber als bei der Formel 1.
David